Spielplan

theater 89 jetzt in Moabit

theater 89 im historischen Gemeindesaal Berlin-Moabit, Putlitzstraße 13! Die neue Spielstätte im Quergebäude eines alten Mietshauses, Baujahr 1905, nahe den U- und S-Bahnhöfen Westhafen und Birkenstraße, ist ein architektonisches Kleinod und eine Überraschung für jeden Besucher.

theater 89 ist in Moabit gestartet. ERINNERN ist das Thema. Drei spannende Stoffe kommen auf die Bühne, die von Geschichte geprägt wurden und selber Geschichte machten, die berührende Erlebnisse schildern und überraschende Blicke auf vermeintlich Bekanntes werfen.

Seien Sie willkommen und bringen Sie jede Menge Freu(n)de mit!

Ihr
theater 89

Ein Interview von Hans-Dieter Schütt im Neuen Deutschland am 20.4.2013
können Sie hier lesen: ND-Interview

 

theater 89 – Projekt ERINNERN

Schlussapplaus Jöris

© Vera Rüttimann 2013

Uraufführung
Andreas Petersen
DEINE SCHNAUZE WIRD DIR IN SIBIRIEN ZUFRIEREN.
Ein Jahrhundertdiktat. Erwin Jöris
Teil 1   Spartakus und Reichskanzlei
Spielfassung von theater 89

Die szenische Erzählung eines Jahrhundertlebens: Erwin Jöris aus Lichtenberg verbrachte 22 Jahre politischer Haft in deutschen und sowjetischen Gefängnissen und Lagern. Sein Bericht wurde von dem Historiker Andreas Petersen aufgezeichnet. Im Teil 1 geht es um die Jugend in den Straßenschlachten der Weimarer Republik bis zum Reichstagsbrand 1933. Die Selbstaussagen und Kommentare werden konfrontiert mit Liedern, Songs und Schlagern aus dieser Zeit.

Es spielen    Katrin Schwingel, Johannes Achtelik, Pit Bukowski / Christian Natter, Bernhard Geffke, Leonhard Geffke, Maria Grimm – Klavier, Jörg Huke – Posaune

Regie    Hans-Jochim Frank
Bühne und Kostüme    Klaus Noack
Dramaturgie    Jörg Mihan

Premiere am 26. April 2013 um 19.30 Uhr in der Putlitzstraße 13, 10551 Berlin-Moabit

Weitere Vorstellungen am  10. / 24. / 31. Mai 2013 sowie 7. Juni 2013 jeweils um 19.30 Uhr im theater 89, Putlitzstraße 13, 10551 Berlin

Überleben in der Parallelwelt – Die Gulag-Erfahrungen von Lew Mischtschenko und Erwin Jöris
können Sie hier lesen: Hedeler-UEBERLEBEN

 

Gipfelsgespräche 3Uraufführung
GIPFELGESPRÄCHE 1
Stalin-Pieck-Ulbricht-Grotewohl
Spielfassung von theater 89
Musik Jörg Huke

Das bis vor kurzem streng geheime Protokoll dieses Gipfeltreffens ist nicht nur ein spannendes Lehrstück über den Umgang der sowjetischen und ostdeutschen Kommunisten. Es treten Stalin und die ostdeutschen Genossen in verschiedensten Rollen auf: der immer noch mordende Diktator u.a. als generöser Geber ‐ Ulbricht, Pieck und Grotewohl als demütige Bittsteller.
Stalins politische „Empfehlungen“ und „Ratschläge“ werden von der ostdeutschen Führung als Befehle verstanden und wortwörtlich umgesetzt: Auf das Gipfeltreffen im April 1952 folgt die Schließung der innerdeutschen Grenze, der Aufbau einer eigenen Armee, die Zwangskollektivierung der Landwirtschaft, die Verschärfung der Repression, insbesondere gegen den Mittelstand und die Kirchen. Das Gespräch dokumentiert einen bislang weithin unbekannten Wendepunkt in der Geschichte der DDR, dessen politische Folgen geradlinig auf die Volkserhebung vom 17.
Juni 1953 hinauslaufen.

Es spielen    Angelika Perdelwitz, Katrin Schell, Johannes Achtelik, Bernhard Geffke, Reinhard Scheunemann, Bartosz Borula – Tenor

Regie    Hans-Jochim Frank
Bühne und Kostüme    Klaus Noack
Dramaturgie    Jörg Mihan
Idee und wissenschaftliche Beratung    Dr. Hans-Hermann Hertle

Premiere am 27. April 2013, um 19.30 Uhr in der Putlitzstraße 13, 10551 Berlin-Moabit

Weitere Vorstellungen am 11. / 25. Mai 2013 sowie 1. / 8. Juni 2013 jeweils um 19.30 Uhr im theater 89, Putlitzstraße 13, 10551 Berlin

 

3_Gipfel_1Uraufführung
GIPFELGESPRÄCHE 3
Kohl-Krenz-Gorbatschow
Spielfassung von theater 89
Musik Jörg Huke

Ein Telefonat zwischen Helmut Kohl und Egon Krenz am 26. Oktober 1989 ‐ und ein Gipfeltreffen von Egon Krenz mit Michail Gorbatschow am 1. November 1989 in Moskau: politische Eiertänze um die Fortexistenz einer DDR am Rande des Ruins. Im Nachhinein wirken die Szenen aus den Dreiecksbeziehungen zwischen der Bundesrepublik, der Sowjetunion und der DDR grotesk – aber nur, weil wir den Ausgang der Geschichte kennen.
Damals jedoch, im Herbst 1989, noch eine Woche vor dem Mauerfall, war dies Staatskunst und Diplomatie auf höchster Ebene.

Es spielen    Katrin Schell, Alexander Höchst, Reinhard Scheunemann, Matthias Zahlbaum, Bartosz Borula – Tenor

Regie    Hans-Jochim Frank
Bühne und Kostüme    Klaus Noack
Dramaturgie    Jörg Mihan
Idee und wissenschaftliche Beratung    Dr. Hans-Hermann Hertle

Vorstellungen am 12. / 26. Mai 2013 sowie 2. / 9. Juni 2013 jeweils um 19.30 Uhr im theater 89, Putlitzstraße 13, 10551 Berlin

 

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstraße 8, 10117 Berlin
Clown_2Uraufführung
Heinrich Böll
ANSICHTEN EINES CLOWNS
Spielfassung von theater 89
Musik  Bernd Weißig

“In meinem Buch ist viel versteckt von der Geschichte der Bundesrepublik, die, als ich anfing, es zu schreiben, zwölf, als es erschien, vierzehn Jahre alt war …”, schrieb Nobelpreisträger Heinrich Böll (1917-1985) im Nachwort seines Romans ANSICHTEN EINES CLOWNS aus dem Jahr 1963. Böll zeigt einen außergewöhnlichen Menschen in einer prekären Lebenssituation. Hans Schnier entschied sich in Abwendung von den Traditionen seiner vom Wirtschaftswunder geprägten Familie ganz bewusst gegen eine Karriere als Politiker oder Unternehmer und wurde Clown. Sehr früh begann dieser mit hohen moralischen, jedoch vom Glauben völlig unabhängigen Werten ausgestattete junge Mann eine Beziehung zu einem streng katholischen Mädchen, namens Marie Derkum. Sechs Jahre führten beide eine ausgefüllte Beziehung. Als sie heiraten wollten, begann eine Diskussion über die Art der Trauung und die Erziehung ihrer Kinder. Die Frau verschwand. Er fand einen Zettel: “Ich muss den Weg gehen, den ich gehen muss.” Von diesem Tag an ging es mit dem Clown bergab. Dieser Text stellt sich in den heutigen Wertediskurs auf berührende Weise und macht erlebbar, wie Tradition und Konvention nicht nur Halt stiften, sondern auch Gewalt ausüben.

Es spielen    Luise Rätzel, Katrin Schwingel, Johannes Achtelik, Pit Bukowski / Christian Natter, Bernhard Geffke, Leonhard Geffke, Luke Kossack, Matthias Zahlbaum

Regie   Hans-Joachim Frank
Bühne und Kostüme   Klaus Noack
Dramaturgie   Jörg Mihan

Vorstellungen am 17. / 18. Mai 2013 um 20 Uhr in der Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstr. 8, 10115 Berlin

 

SED_6Uraufführung
DAS ENDE DER SED -
Die letzten Tage des Zentralkomitees der SED
Spielfassung von theater 89
Musik Jörg Huke

Unter dem Druck anhaltender Massenproteste und einer massiven Ausreisewelle entmachteten Politbüro und Zentralkomitee der SED am 17. und 18. Oktober 1989 Generalsekretär Erich Honecker. Doch statt der erhofften Stabilisierung der Macht unter Thronfolger Egon Krenz begann der rapide Zerfall der Partei. Tonmitschnitte der letzten Sitzungen des SED-Zentralkomitees, die zu DDR-Zeiten strengster Geheimhaltung unterlagen und niemals veröffentlicht werden sollten, offenbaren die damaligen Vorgänge im innersten Machtzirkel der SED. Wie ein Flugschreiber dokumentieren sie die letzten verzweifelten Rettungsversuche, erbitterten Wortgefechte und tumultartigen Szenen vor dem Absturz der SED-Herrschaft im Herbst 1989.

Die Spielfassung beruht auf den Abschriften der Original-Tonbandmitschnitte der letzten Sitzungen des SED-Zentralkomitees, veröffentlicht in: Hans-Hermann Hertle/Gerd-Rüdiger Stephan (Hg.), Das Ende der SED. Die letzten Tage des Zentralkomitees der SED. Mit einem Vorwort von Peter Steinbach, 5. durchgesehene Auflage, Ch. Links Verlag: Berlin 2012.

Es spielen   Angelika Perdelwitz, Katrin Schell, Katrin Schwingel, Johannes Achtelik, Bernhard Geffke, Alexander Höchst, Reinhard Scheunemann, Mirko Zschocke / Marian Wolf, Matthias Zahlbaum
Singakademie Frankfurt (Oder) unter der Leitung von Rudolf Tiersch

Regie   Hans-Joachim Frank
Bühne und Kostüme  Klaus Noack
Dramaturgie  Jörg Mihan
Idee und Wissenschaftliche Beratung  Dr. Hans-Hermann Hertle

Vorstellung am 17. Juni um 18.30 Uhr im Münzenbergsaal am Franz-Mehring-Platz 1.
(Bei schönem Wetter auf dem Innenhof)

Eintritt frei. Einlass auf Grund begrenzter Plätze jedoch nur mit vorheriger Anmeldung unter info@franzmehringplatz.de oder 030/ 2978 1654 (ND-Shop, 9-17 Uhr).


Uraufführung
Kurt Tucholsky
RHEINSBERG
Spielfassung von theater 89
Musik Jörg Huke

Die Erzählung RHEINSBERG von Kurt Tucholsky, erschienen im Jahr 1912, verzaubert seitdem ihre Leser. Es ist die Geschichte einer Dreitagereise eines jungen Liebespaares aus der Großstadt in die märkische Kleinstadt. Hinter Witz und Charme, Flirt und Erotik steckt erfrischte Wahrnehmung – ihrer selbst wie die der neuen Umgebung. Zugleich ist ein riskantes Abenteuer verborgen, mussten sich doch dazumal die beiden Verliebten inmitten provinzieller Strenge als Eheleute ausgeben und beweisen …

Es spielen   Laila Maria Witt, Hans-Joachim Frank, Bernhard Geffke, Christian Natter,
Sebastian Tyroller – Gitarre

Regie   Hans-Joachim Frank
Bühne und Kostüme   Annette Braun
Dramaturgie   Jörg Mihan

„Junge Leute in alten Stadtkernen“ – die Inszenierung, gespielt von jungen Schauspielern, angereichert mit Songs von Kurt Tucholsky wird im Sommer 2013 auf Tournee gehen.

Vorstellungen (Die Anfangszeiten stehen noch nicht fest, folgen jedoch in Kürze)
13.06.2013          Templin (Premiere)
20.06.2013          Rheinsberg
13.07.2013          Doberlug-Kirchhain
06.07.2013          Templin
27.07.2013          Ziesar

 

Filmausschnitte von einigen unserer Produktionen können Sie hier auf Brandenburg-TV sehen:
zu den Filmbeiträgen