Die Handlung spielt im Jahr 1941 im Dorf Brombach im Markgräflerland. Eine deutsche Gemüsehändlerin
und ein polnischer Kriegsgefangener verlieben sich ineinander ...
Durch den
Vorabdruck eines Teils dieses investigativen Textes in der Wochenzeitung „Die
Zeit” entfachte Hochhuth 1978 die Diskussion um die Vergangenheit des Baden-Württembergischen
Ministerpräsidenten Hans Filbinger als NS-Richter. Filbinger trat im selben
Jahr zurück.
Im theater 89-Ensemble haben zum ersten Mal deutsche und
polnische Darsteller zusammen gearbeitet.
Es spielen
Martina Geffke, Sonja Hilberger, Katrin Schell, Katrin Schwingel, Johannes Achtelik, Bartosz Borula,
Bernhard Geffke, Damian Gorecki, Mateusz Grabowski, Alexander Höchst, Grzegorz Sobczak, Matthias Zahlbaum
Regie Hans-Joachim Frank
Bühne und Kostüme Volker Pfüller
Dramaturgie Jörg Mihan
Vorstellungen am 5. / 6. April 2013 um 19.30 Uhr in der Putlitzstraße 13, 10551 Berlin-Moabit
Elisabeth Freifrau von Ardenne, geborene Edle Freiin von Plotho, neunzig Jahre alt, wacht 1943 in Lindau am Bodensee, in der Nacht,
als die Stadt Friedrichshafen bombardiert wird, am Bett eines verwundeten Soldaten. Ihr ”Fall” diente einst Theodor Fontane zum
Anlass für seinen Roman EFFI BRIEST. Im Unterschied zur Romanfigur, die am Ende stirbt, lernte Else Ardenne, die wie Effi als
Ehebrecherin nach dem Duell zwischen Mann und Liebhaber geschieden und von ihrer Kaste verstoßen wurde, allmählich selbstständig
zu leben und wurde Krankenschwester ... Ihr Monolog resümiert ein Menschenalter, das zugleich ein Zeitalter bedeutet.
Dieser eindrückliche und berührende Theaterabend beschert ein Wiedersehen mit der Protagonistin des Brecht-Theaters Christine Gloger.
Es spielt Christine Gloger
Regie Hans-Jochim Frank
Bühne und Kostüme Anne-Kathrin Hendel
Dramaturgie Jörg Mihan
Vorstellung am 7. April 2013 um 19.30 Uhr in der Putlitzstraße 13, 10551 Berlin-Moabit
Der ehemalige Schauspieler und spätere Intendant des Hans Otto Theaters Potsdam, Ralf-G. Krolkiewicz (1955-2010) wurde im
Jahr 1984 wegen einiger kritisch-satirischer Gedichte von der Stasi verhaftet und zu 18 Monaten Zuchthaus verurteilt.
Nach einem Jahr wurde er in den Westen abgeschoben. Die Vernehmungen fanden in Potsdam in der Lindenstraße statt.
Das Buch entstand zwanzig Jahre nach dem Strafvollzug, im Jahr 2004. Es erzählt, wie ein junger Schauspieler im
Sommer '84 verhaftet, verhört und verurteilt wird. Seine Aufzeichnungen und Erinnerungen, ergänzt durch Briefe,
mit denen er und seine Freundin ihre Liebe zu retten versuchen, ergeben ein berührendes Dokument vom Übergriff
des Politischen ins Private aus der Endphase der DDR ...
Es spielen Matthias Zahlbaum, Katrin Schwingel, Johannes Achtelik, Bernhard Geffke, Reinhard Scheunemann
Regie Hans-Joachim Frank
Bühne und Kostüme Anne-Kathrin Hendel
Dramaturgie Jörg Mihan
Vorstellungen am 12. / 13. / 14. April 2013 um 19.30 Uhr in der Putlitzstraße 13, 10551 Berlin-Moabit

Unter dem Druck anhaltender Massenproteste und einer massiven Ausreisewelle entmachteten Politbüro und Zentralkomitee
der SED am 17. und 18. Oktober 1989 Generalsekretär Erich Honecker. Doch statt
der erhofften Stabilisierung der Macht unter Thronfolger Egon Krenz begann der
rapide Zerfall der Partei. Tonmitschnitte der letzten Sitzungen des SED-Zentralkomitees,
die zu DDR-Zeiten strengster Geheimhaltung unterlagen und niemals veröffentlicht
werden sollten, offenbaren die damaligen Vorgänge im innersten Machtzirkel der
SED. Wie ein Flugschreiber dokumentieren sie die letzten verzweifelten Rettungsversuche,
erbitterten Wortgefechte und tumultartigen Szenen vor dem Absturz der SED-Herrschaft
im Herbst 1989.
Die Spielfassung beruht auf den Abschriften der Original-Tonbandmitschnitte
der letzten Sitzungen des SED-Zentralkomitees, veröffentlicht in: Hans-Hermann
Hertle/Gerd-Rüdiger Stephan (Hg.), Das Ende der SED. Die letzten Tage des Zentralkomitees
der SED. Mit einem Vorwort von Peter Steinbach, 5. durchgesehene Auflage, Ch.
Links Verlag: Berlin 2012.
Es spielen Angelika Perdelwitz, Katrin Schell, Katrin Schwingel, Johannes Achtelik, Bernhard Geffke, Alexander Höchst,
Reinhard Scheunemann, Marian Wolf, Matthias Zahlbaum,
Singakademie Frankfurt (Oder) unter der Leitung von Rudolf Tiersch
Regie Hans-Joachim Frank
Bühne und Kostüme Klaus Noack
Dramaturgie Jörg Mihan
Idee und Wissenschaftliche Beratung Dr. Hans-Hermann Hertle
Vorstellung am 19. April 2013 um 19 Uhr in der Zionskirche Berlin, Zionskirchstraße, 10119 Berlin-Mitte
Auf DAS ENDE DER SED folgt künftig ein Theaterabend mit brisanten Gipfelgesprächen,
hier Teil 3, zwischen Krenz-Kohl-Gorbatschow - unmittelbar vor den entscheidenden
Sitzungen im Zentralkomittee im Herbst ´89.
Es spielen Katrin Schell, Alexander Höchst, Reinhard Scheunemann, Matthias Zahlbaum, Bartosz Borula - Tenor
Regie Hans-Jochim Frank
Bühne und Kostüme Klaus Noack
Dramaturgie Jörg Mihan
Idee und wissenschaftliche Beratung Dr. Hans-Hermann Hertle
Premiere am 20. April 2013 um 19 Uhr in der Zionskirche Berlin, Zionskirchstraße, 10119 Berlin-Mitte
Weitere Vorstellungen am 5. / 12. / 26. Mai 2013 sowie 2. / 9. Juni 2013 jeweils um 19.30 Uhr im
theater 89, Putlitzstraße 13, 10551 Berlin
Begonnen wird der dreiteilige Report über Erwin Jöris in der Weimarer Zeit. Von der Bühne herunter wird Lebensstoff erzählt.
Die Zuschauer lernen die Ansichten eines Mannes kennen, der zweiundzwanzig Jahre in Gefängnissen und Lagern der Nazis, der
Sowjets und der Stasi verbracht hat, protokolliert und perspektivreich kommentiert von dem Historiker Andreas Petersen.
Es spielen Katrin Schwingel, Johannes Achtelik, Pit Bukowski/Christian Natter, Bernhard Geffke,
Leonhard Geffke, Maria Grimm - Klavier, Jörg Huke - Posaune.
Regie Hans-Jochim Frank
Bühne und Kostüme Klaus Noack
Dramaturgie Jörg Mihan
Premiere am 26. April 2013 um 19.30 Uhr in der Putlitzstraße 13, 10551 Berlin-Moabit
Weitere Vorstellungen am 3. / 10. / 24. / 31. Mai 2013 sowie 7. Juni 2013 jeweils um 19.30 Uhr im
theater 89, Putlitzstraße 13, 10551 Berlin
Die Biografie von Erwin Jöris wird konfroniert mit Geheimprotokollen von Gesprächen zwischen den damaligen
Staats- und Parteiführern zu den Brennpunkten der Weltgeschichte und der deutschen Diktaturgeschichte, die
massive Auswirkungen auf das Leben von Millionen Menschen hatten. Zunächst geht es um zwei Treffen zwischen
Stalin-Pieck-Grotewohl-Ulbricht in Moskau 1952.
Es spielen Angelika Perdelwitz, Katrin Schell, Johannes Achtelik, Bernhard Geffke, Matthias Zahlbaum,
Bartosz Borula - Tenor
Regie Hans-Jochim Frank
Bühne und Kostüme Klaus Noack
Dramaturgie Jörg Mihan
Idee und wissenschaftliche Beratung Dr. Hans-Hermann Hertle
Premiere am 27. April 2013, um 19.30 Uhr in der Putlitzstraße 13, 10551 Berlin-Moabit
Weitere Vorstellungen am 4. / 11. / 25. Mai 2013 sowie 1. / 8. Juni 2013 jeweils um 19.30 Uhr im
theater 89, Putlitzstraße 13, 10551 Berlin
"In meinem Buch ist viel versteckt von der Geschichte der Bundesrepublik, die, als ich anfing, es zu schreiben, zwölf, als es erschien, vierzehn Jahre alt war ...", schrieb Nobelpreisträger Heinrich Böll (1917-1985) im Nachwort seines Romans ANSICHTEN EINES CLOWNS aus dem Jahr 1963. Böll zeigt einen außergewöhnlichen Menschen in einer prekären Lebenssituation. Hans Schnier entschied sich in Abwendung von den Traditionen seiner vom Wirtschaftswunder geprägten Familie ganz bewusst gegen eine Karriere als Politiker oder Unternehmer und wurde Clown. Sehr früh begann dieser mit hohen moralischen, jedoch vom Glauben völlig unabhängigen Werten ausgestattete junge Mann eine Beziehung zu einem streng katholischen Mädchen, namens Marie Derkum. Sechs Jahre führten beide eine ausgefüllte Beziehung. Als sie heiraten wollten, begann eine Diskussion über die Art der Trauung und die Erziehung ihrer Kinder. Die Frau verschwand. Er fand einen Zettel: "Ich muss den Weg gehen, den ich gehen muss." Von diesem Tag an ging es mit dem Clown bergab. Dieser Text stellt sich in den heutigen Wertediskurs auf berührende Weise und macht erlebbar, wie Tradition und Konvention nicht nur Halt stiften, sondern auch Gewalt ausüben.
Es spielen Luise Rätzel, Katrin Schwingel, Johannes Achtelik, Pit Bukowski / Christian Natter, Bernhard Geffke, Leonhard Geffke, Luke Kossack, Matthias Zahlbaum
Regie Hans-Joachim Frank
Bühne und Kostüme Klaus Noack
Dramaturgie Jörg Mihan
Vorstellungen am 17. / 18. Mai 2013 um 20 Uhr in der Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstr. 8, 10115 Berlin
Die Erzählung RHEINSBERG von Kurt Tucholsky, erschienen im Jahr 1912, verzaubert seitdem ihre Leser. Es ist die Geschichte einer Dreitagereise eines jungen Liebespaares aus der Großstadt in die märkische Kleinstadt. Hinter Witz und Charme, Flirt und Erotik steckt erfrischte Wahrnehmung – ihrer selbst wie die der neuen Umgebung. Zugleich ist ein riskantes Abenteuer verborgen, mussten sich doch dazumal die beiden Verliebten inmitten provinzieller Strenge als Eheleute ausgeben und beweisen ...
Es spielen
Laura Louisa Garde, Christian Natter, Bernhard Geffke,
Sebastian Tyroller - Gitarre
Regie Hans-Joachim Frank
Bühne und Kostüme Annette Braun
Dramaturgie Jörg Mihan
Vorstellungen am 28. / 29. / 30. Mai 2013 um 20 Uhr im Kulturzentrum DAS HAUS Altes Lager, Kastanienallee 23,
14913 Niedergörsdorf OT ALtes Lager
„Junge Leute in alten Stadtkernen“ - die Inszenierung, gespielt von jungen Schauspielern, angereichert mit Songs von Kurt Tucholsky wird im Sommer 2013 auf Tournee gehen.
Die Orte und Termine der Sommertournee finden Sie in Kürze hier oder www.ag-historische-stadtkerne.de
Filmausschnitte
von einigen unserer Produktionen können Sie
hier auf
Brandenburg-TV sehen:
zu
den Filmbeiträgen