theater 89 jetzt in Moabit


theater 89 im historischen Gemeindesaal, Putlitzstraße 13 – so lautet die neue Adresse. Die neue Spielstätte im Quergebäude eines alten Mietshauses, Baujahr 1905, nahe den U- und S-Bahnhöfen Westhafen und Birkenstraße, ist ein architektonisches Kleinod und eine Überraschung für jeden Besucher.
theater 89 wird sich dort Anfang April mit EINE LIEBE IN DEUTSCHLAND und EFFIS NACHT sowie HAFTHAUS vorstellen. Im Anschluss startet das große Projekt ERINNERN mit einer Doppelpremiere. Im Mittelpunkt steht der Bericht eines heute Hundertjährigen: DEINE SCHNAUZE WIRD DIR IN SIBIRIEN ZUFRIEREN. Ein Jahrhundertdiktat. Erwin Jöris. Teil 1, Spartakus und Reichskanzlei. Begleitet wird diese szenische Erzählung von geheimen GIPFELGESPRÄCHEN - Teil 1 zwischen den damaligen Machthabern Stalin-Pieck-Ulbricht-Grotewohl und Teil 3 zwischen Krenz-Kohl und Krenz-Gorbatschow.
theater 89 wird auch weiterhin in anderen historischen Räumen in Berlin auftreten, zunächst in der Zionskirche mit einer Vorstellung von DAS ENDE DER SED und der Premiere von GIPFELGESPRÄCHE Teil 3. Auch die Arbeit im Kulturzentrum DAS HAUS in Altes Lager sowie im Land Brandenburg wird fortgesetzt.
theater 89 verspricht sich und seinem Stammpublikum mit dem Umzug einen Impuls für frisches Interesse und natürlich jede Menge neue Zuschauer und ein gutes Zusammenspiel auch in Moabit!

Kommen und weitersagen!
Ihr
theater 89



theater 89 – Einstand in Moabit


Uraufführung
Rolf Hochhuth
EINE LIEBE IN DEUTSCHLAND
Musik Barbara Weiser

Die Handlung spielt im Jahr 1941 im Dorf Brombach im Markgräflerland. Eine deutsche Gemüsehändlerin und ein polnischer Kriegsgefangener verlieben sich ineinander ...
Durch den Vorabdruck eines Teils dieses investigativen Textes in der Wochenzeitung „Die Zeit” entfachte Hochhuth 1978 die Diskussion um die Vergangenheit des Baden-Württembergischen Ministerpräsidenten Hans Filbinger als NS-Richter. Filbinger trat im selben Jahr zurück.
Im theater 89-Ensemble haben zum ersten Mal deutsche und polnische Darsteller zusammen gearbeitet.

Es spielen   Martina Geffke, Sonja Hilberger, Katrin Schell, Katrin Schwingel, Johannes Achtelik, Bartosz Borula, Bernhard Geffke, Damian Gorecki, Mateusz Grabowski, Alexander Höchst, Grzegorz Sobczak, Matthias Zahlbaum

Regie  Hans-Joachim Frank
Bühne und Kostüme  Volker Pfüller
Dramaturgie  Jörg Mihan

Vorstellungen am 5. / 6. April 2013 um 19.30 Uhr in der Putlitzstraße 13, 10551 Berlin-Moabit




Rolf Hochhuth
EFFIS NACHT
Musik Jörg Huke


Elisabeth Freifrau von Ardenne, geborene Edle Freiin von Plotho, neunzig Jahre alt, wacht 1943 in Lindau am Bodensee, in der Nacht, als die Stadt Friedrichshafen bombardiert wird, am Bett eines verwundeten Soldaten. Ihr ”Fall” diente einst Theodor Fontane zum Anlass für seinen Roman EFFI BRIEST. Im Unterschied zur Romanfigur, die am Ende stirbt, lernte Else Ardenne, die wie Effi als Ehebrecherin nach dem Duell zwischen Mann und Liebhaber geschieden und von ihrer Kaste verstoßen wurde, allmählich selbstständig zu leben und wurde Krankenschwester ... Ihr Monolog resümiert ein Menschenalter, das zugleich ein Zeitalter bedeutet. Dieser eindrückliche und berührende Theaterabend beschert ein Wiedersehen mit der Protagonistin des Brecht-Theaters Christine Gloger.

Es spielt    Christine Gloger

Regie    Hans-Jochim Frank
Bühne und Kostüme    Anne-Kathrin Hendel
Dramaturgie    Jörg Mihan

Vorstellung am 7. April 2013 um 19.30 Uhr in der Putlitzstraße 13, 10551 Berlin-Moabit




Uraufführung
Ralf-G. Krolkiewicz
HAFTHAUS
Musik Jörg Huke

Der ehemalige Schauspieler und spätere Intendant des Hans Otto Theaters Potsdam, Ralf-G. Krolkiewicz (1955-2010) wurde im Jahr 1984 wegen einiger kritisch-satirischer Gedichte von der Stasi verhaftet und zu 18 Monaten Zuchthaus verurteilt. Nach einem Jahr wurde er in den Westen abgeschoben. Die Vernehmungen fanden in Potsdam in der Lindenstraße statt. Das Buch entstand zwanzig Jahre nach dem Strafvollzug, im Jahr 2004. Es erzählt, wie ein junger Schauspieler im Sommer '84 verhaftet, verhört und verurteilt wird. Seine Aufzeichnungen und Erinnerungen, ergänzt durch Briefe, mit denen er und seine Freundin ihre Liebe zu retten versuchen, ergeben ein berührendes Dokument vom Übergriff des Politischen ins Private aus der Endphase der DDR ...

Es spielen    Matthias Zahlbaum, Katrin Schwingel, Johannes Achtelik, Bernhard Geffke, Reinhard Scheunemann

Regie   Hans-Joachim Frank
Bühne und Kostüme   Anne-Kathrin Hendel
Dramaturgie   Jörg Mihan

Vorstellungen am 12. / 13. / 14. April 2013 um 19.30 Uhr in der Putlitzstraße 13, 10551 Berlin-Moabit




theater 89 - Zionskirche


Mit Unterstützung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur



Uraufführung
DAS ENDE DER SED -
Die letzten Tage des Zentralkomitees der SED

Spielfassung von theater 89
Musik  Jörg Huke

Unter dem Druck anhaltender Massenproteste und einer massiven Ausreisewelle entmachteten Politbüro und Zentralkomitee der SED am 17. und 18. Oktober 1989 Generalsekretär Erich Honecker. Doch statt der erhofften Stabilisierung der Macht unter Thronfolger Egon Krenz begann der rapide Zerfall der Partei. Tonmitschnitte der letzten Sitzungen des SED-Zentralkomitees, die zu DDR-Zeiten strengster Geheimhaltung unterlagen und niemals veröffentlicht werden sollten, offenbaren die damaligen Vorgänge im innersten Machtzirkel der SED. Wie ein Flugschreiber dokumentieren sie die letzten verzweifelten Rettungsversuche, erbitterten Wortgefechte und tumultartigen Szenen vor dem Absturz der SED-Herrschaft im Herbst 1989.

Die Spielfassung beruht auf den Abschriften der Original-Tonbandmitschnitte der letzten Sitzungen des SED-Zentralkomitees, veröffentlicht in: Hans-Hermann Hertle/Gerd-Rüdiger Stephan (Hg.), Das Ende der SED. Die letzten Tage des Zentralkomitees der SED. Mit einem Vorwort von Peter Steinbach, 5. durchgesehene Auflage, Ch. Links Verlag: Berlin 2012.

Es spielen   Angelika Perdelwitz, Katrin Schell, Katrin Schwingel, Johannes Achtelik, Bernhard Geffke, Alexander Höchst, Reinhard Scheunemann, Marian Wolf, Matthias Zahlbaum,
Singakademie Frankfurt (Oder) unter der Leitung von Rudolf Tiersch

Regie   Hans-Joachim Frank
Bühne und Kostüme   Klaus Noack
Dramaturgie   Jörg Mihan
Idee und Wissenschaftliche Beratung   Dr. Hans-Hermann Hertle

Vorstellung am 19. April 2013 um 19 Uhr in der Zionskirche Berlin, Zionskirchstraße, 10119 Berlin-Mitte




theater 89 - Projekt ERINNERN


Uraufführung
GIPFELGESPRÄCHE 3
Kohl-Krenz-Gorbatschow
Spielfassung von theater 89
Musik Jörg Huke

Auf DAS ENDE DER SED folgt künftig ein Theaterabend mit brisanten Gipfelgesprächen, hier Teil 3, zwischen Krenz-Kohl-Gorbatschow - unmittelbar vor den entscheidenden Sitzungen im Zentralkomittee im Herbst ´89.

Es spielen    Katrin Schell, Alexander Höchst, Reinhard Scheunemann, Matthias Zahlbaum, Bartosz Borula - Tenor

Regie    Hans-Jochim Frank
Bühne und Kostüme    Klaus Noack
Dramaturgie    Jörg Mihan
Idee und wissenschaftliche Beratung    Dr. Hans-Hermann Hertle

Premiere am 20. April 2013 um 19 Uhr in der Zionskirche Berlin, Zionskirchstraße, 10119 Berlin-Mitte

Weitere Vorstellungen am 5. / 12. / 26. Mai 2013 sowie 2. / 9. Juni 2013 jeweils um 19.30 Uhr im theater 89, Putlitzstraße 13, 10551 Berlin




Uraufführung
Andreas Petersen
DEINE SCHNAUZE WIRD DIR IN SIBIRIEN ZUFRIEREN.
Ein Jahrhundertdiktat. Erwin Jöris
Teil 1,  Spartakus und Reichskanzlei
Spielfassung von theater 89

Begonnen wird der dreiteilige Report über Erwin Jöris in der Weimarer Zeit. Von der Bühne herunter wird Lebensstoff erzählt. Die Zuschauer lernen die Ansichten eines Mannes kennen, der zweiundzwanzig Jahre in Gefängnissen und Lagern der Nazis, der Sowjets und der Stasi verbracht hat, protokolliert und perspektivreich kommentiert von dem Historiker Andreas Petersen.

Es spielen    Katrin Schwingel, Johannes Achtelik, Pit Bukowski/Christian Natter, Bernhard Geffke, Leonhard Geffke, Maria Grimm - Klavier, Jörg Huke - Posaune.

Regie    Hans-Jochim Frank
Bühne und Kostüme    Klaus Noack
Dramaturgie    Jörg Mihan

Premiere am 26. April 2013 um 19.30 Uhr in der Putlitzstraße 13, 10551 Berlin-Moabit

Weitere Vorstellungen am 3. / 10. / 24. / 31. Mai 2013 sowie 7. Juni 2013 jeweils um 19.30 Uhr im theater 89, Putlitzstraße 13, 10551 Berlin




Uraufführung
GIPFELGESPRÄCHE 1
Stalin-Pieck-Ulbricht-Grotewohl
Spielfassung von theater 89
Musik Jörg Huke

Die Biografie von Erwin Jöris wird konfroniert mit Geheimprotokollen von Gesprächen zwischen den damaligen Staats- und Parteiführern zu den Brennpunkten der Weltgeschichte und der deutschen Diktaturgeschichte, die massive Auswirkungen auf das Leben von Millionen Menschen hatten. Zunächst geht es um zwei Treffen zwischen Stalin-Pieck-Grotewohl-Ulbricht in Moskau 1952.

Es spielen    Angelika Perdelwitz, Katrin Schell, Johannes Achtelik, Bernhard Geffke, Matthias Zahlbaum, Bartosz Borula - Tenor

Regie    Hans-Jochim Frank
Bühne und Kostüme    Klaus Noack
Dramaturgie    Jörg Mihan
Idee und wissenschaftliche Beratung    Dr. Hans-Hermann Hertle

Premiere am 27. April 2013, um 19.30 Uhr in der Putlitzstraße 13, 10551 Berlin-Moabit

Weitere Vorstellungen am 4. / 11. / 25. Mai 2013 sowie 1. / 8. Juni 2013 jeweils um 19.30 Uhr im theater 89, Putlitzstraße 13, 10551 Berlin




Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstraße 8, 10117 Berlin


Uraufführung
Heinrich Böll

ANSICHTEN EINES CLOWNS
Spielfassung von theater 89
Musik  Bernd Weißig

"In meinem Buch ist viel versteckt von der Geschichte der Bundesrepublik, die, als ich anfing, es zu schreiben, zwölf, als es erschien, vierzehn Jahre alt war ...", schrieb Nobelpreisträger Heinrich Böll (1917-1985) im Nachwort seines Romans ANSICHTEN EINES CLOWNS aus dem Jahr 1963. Böll zeigt einen außergewöhnlichen Menschen in einer prekären Lebenssituation. Hans Schnier entschied sich in Abwendung von den Traditionen seiner vom Wirtschaftswunder geprägten Familie ganz bewusst gegen eine Karriere als Politiker oder Unternehmer und wurde Clown. Sehr früh begann dieser mit hohen moralischen, jedoch vom Glauben völlig unabhängigen Werten ausgestattete junge Mann eine Beziehung zu einem streng katholischen Mädchen, namens Marie Derkum. Sechs Jahre führten beide eine ausgefüllte Beziehung. Als sie heiraten wollten, begann eine Diskussion über die Art der Trauung und die Erziehung ihrer Kinder. Die Frau verschwand. Er fand einen Zettel: "Ich muss den Weg gehen, den ich gehen muss." Von diesem Tag an ging es mit dem Clown bergab. Dieser Text stellt sich in den heutigen Wertediskurs auf berührende Weise und macht erlebbar, wie Tradition und Konvention nicht nur Halt stiften, sondern auch Gewalt ausüben.

Es spielen    Luise Rätzel, Katrin Schwingel, Johannes Achtelik, Pit Bukowski / Christian Natter, Bernhard Geffke, Leonhard Geffke, Luke Kossack, Matthias Zahlbaum

Regie   Hans-Joachim Frank
Bühne und Kostüme   Klaus Noack
Dramaturgie   Jörg Mihan

Vorstellungen am 17. / 18. Mai 2013 um 20 Uhr in der Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstr. 8, 10115 Berlin



Uraufführung
Kurt Tucholsky
RHEINSBERG
Spielfassung von theater 89
Musik Jörg Huke

Die Erzählung RHEINSBERG von Kurt Tucholsky, erschienen im Jahr 1912, verzaubert seitdem ihre Leser. Es ist die Geschichte einer Dreitagereise eines jungen Liebespaares aus der Großstadt in die märkische Kleinstadt. Hinter Witz und Charme, Flirt und Erotik steckt erfrischte Wahrnehmung – ihrer selbst wie die der neuen Umgebung. Zugleich ist ein riskantes Abenteuer verborgen, mussten sich doch dazumal die beiden Verliebten inmitten provinzieller Strenge als Eheleute ausgeben und beweisen ...


Es spielen    Laura Louisa Garde, Christian Natter, Bernhard Geffke,
               Sebastian Tyroller - Gitarre

Regie   Hans-Joachim Frank
Bühne und Kostüme   Annette Braun
Dramaturgie   Jörg Mihan

Vorstellungen am 28. / 29. / 30. Mai 2013 um 20 Uhr im Kulturzentrum DAS HAUS Altes Lager, Kastanienallee 23, 14913 Niedergörsdorf OT ALtes Lager

„Junge Leute in alten Stadtkernen“ - die Inszenierung, gespielt von jungen Schauspielern, angereichert mit Songs von Kurt Tucholsky wird im Sommer 2013 auf Tournee gehen.

Die Orte und Termine der Sommertournee finden Sie in Kürze hier oder www.ag-historische-stadtkerne.de


 

Filmausschnitte von einigen unserer Produktionen können Sie
hier auf
Brandenburg-TV sehen:
zu den Filmbeiträgen