Bertolt Brecht BUCKOWER ELEGIEN / FRÜHE GESÄNGE

brechtweigelhausbuckow

Bertolt Brecht
BUCKOWER ELEGIEN / FRÜHE GESÄNGE

Bertolt Brecht und seine Frau Helene Weigel lebten gern in dem märkischen Ort Buckow am Schermützelsee. Ihr Wassergrundstück mit dem parkähnlichen Garten diente der Arbeit und Erholung und war ein gastlicher Ort für kollegiale und persönliche Begegnungen. Nach dem 17. Juni 1953 schrieb Brecht dort 23 Gedichte, die als BUCKOWER ELEGIEN überliefert sind. Darin reflektierte er den „Aufstand“ und seine eigene Lebenssituation, zu der seine politische Haltung, seine Künstlerexistenz, das Altern und die Liebe gehörten. Es sind klarsichtige, tiefsinnige, melancholische Texte, von denen einige, nachdem das Anwesen im Jahr 1977 als Gedenk- und Veranstaltungsstätte eröffnet wurde, auch auf Kupfertafeln im Garten zu lesen sind.

theater 89 versteht sich in der Tradition des Brecht-Theaters. Es gibt eine langjährige Verbindung zur Gedenkstätte in Buckow – also im Jahr seines 120. Geburtstages Grund genug für einen besonderen Theaterabend, der späte Lyrik mit frühen Gesängen konfrontiert und die immer wieder genannte Natur ins Spiel bringt.

August 2018 in Buckow: Auf der Anhöhe große Bäume, links Silberpappel, Pavillon und See. Brecht sitzt in seinem Blumengarten, schaut zurück und in die Neue Zeit …

TANNEN
In der Frühe
Sind die Tannen kupfern.
So sah ich sie
Vor einem halben Jahrhundert
Vor zwei Weltkriegen
Mit jungen Augen.
Bertolt Brecht

Reinhard Scheunemann – aus LEBENSKUNST IN FINSTEREN ZEITEN

Hans-Joachim Frank – BUCKOWER ELEGIEN

Kristin Schulze  Gesang

Christian Schaefer
Martin Schneider
René Arnsburg  Schauspiel

Jörg Huke  Posaune
Bernd Spanier  Klavier
The Rathmines

Idee und Regie  Hans-Joachim Frank
Kostüme  Barbara Noack
Dramaturgie  Jörg Mihan
Musikalische Leitung  Martin Schneider

Premiere am 25. August 2018