Der Held der westlichen Welt

theater 89 – AG Städte mit historischen Stadtkernen des Landes Brandenburg

Sommertournee 2023

John Millington Synge
DER HELD DER WESTLICHEN WELT

Stück in drei Akten
Deutsch von Elisabeth Wiede und Peter Hacks

Musik  Martin Schneider

Personen des Stückes

Christopher Mahon
Der alte Mahin (sein Vater, ein Pächter)
Margaret Flaherty, genannt Pegeen Mike (Wirtstochter)
Witwe Quin (eine Frau von etwa dreißig)
Shawn Keogh (Pegeens Cousin, ein junger Bauer)
Jimmy Farrell (Kleinbauer)
Ausschreier

Gitarre
Akkordeon
Bass

Christian Schaefer
André Zimmermann
Kristin Schulze
Uta Wilde
Martin Schneider
Moritz Meyer
Martin Schneider

Martin Schneider
Bernd Spanier
Marcus Hinzmann

Das Stück spielt in der Nähe eine Dorfes an der wilden Küste von Mayo. Der erste Akt geht an einem Herbstabend vor sich, die beiden anderen am folgenden Tag

Eine Pause.

Regie  Hans-Joachim Frank
Bühne und Kostüme  Barbara Noack
Dramaturgie  Jörg Mihan

Assistenz  Christian Schaefer
Lichtdesign/Technik  Moritz Meyer
Maske  Anne-Claire Meyer
Theaterplastik  Joana Meyer

Geschäftsführung/Öffentlichkeitsarbeit  Uta Wilde

Aufführungsrechte  DREI MASKEN VERLAG G.m.b.H., München

gefördert vom
Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg

Während der Sommertournee 2023 gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Städte mit historischen Stadtkernen des Landes Brandenburg schlägt theater 89 eine berühmte irische Komödie vor, quasi als Anschluss an den erfolgreichen O’Casey-Abend von 2016, und die großen McDonagh- und Beckett-Inszenierungen früherer Jahre. Eine erneute Einladung in ein deftiges Volksstück, gewürzt mit irischen Songs – willkommen!
Das Stück spielt Anfang des 19. Jahrhunderts im Wirtshaus des James Flaherty an der Küste von Mayo, einer Grafschaft in Connacht im Nordwesten Irlands. Hier trifft Christy Mahon ein, ein junger Mann, der behauptet, seinen Vater getötet zu haben. Aus Verzweiflung hatte Christy seinen tyrannischen Vater geschlagen und war in panischer Angst geflohen, als der alte Mahon leblos liegen blieb. Nächtelang irrte er umher. Seine Geschichte, die er im Wirtshaus des Flaherty nur zögernd zum besten gibt, reizt die Vorstellungskraft der Dorfbewohner und entfacht die Liebe der Wirtstochter. Solch ein „mutiger“ Mann war noch nie vorbeigekommen. Doch bald soll die gute Stimmung kippen …

John Millington Synge (1871-1909) war ein irischer Dramatiker. Er entwickelte sich zum poetischen Realisten, denn „die echte, reine Freude findet man nur in der wilden, hinreißenden Wirklichkeit“. Aber „Realismus allein genügt nicht, die Bühne muss Wirklichkeit und Fröhlichkeit ausstrahlen“, meinte er programmatisch.

In Irland wurden seine Stücke als unmoralisch oder religionsfeindlich und unirisch angegriffen. Die Uraufführung von THE PLAYBOY OF THE WESTERN WORLD löste 1907 in Dublin einen der ersten großen Theaterskandale in der irischen Theatergeschichte aus, da das Stück als Schmähung der Moral, des Frauenbildes und der religiösen Werte Irlands angesehen wurde.

Das komisch-verzwickte Spiel reizt die alltäglichen Grenzen zwischen Wahrheit und Phantasie, zwischen Gewalt und Freiheit, zwischen Liebe und Verrat virtuos aus. Es hinterlässt nach allem verrückten Spaß Fragen bis heute.

John Millington Synge, A resident of the island of Inishmaan, 1898 (Quelle)