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Letzte Runde Sommertournee

Die HANS-SACHS-SPIELE – unsere Sommertournee in Kooperation mit der AG Städte mit historischen Stadtkernen biegt ein in die letzte Runde. Noch fünf Vorstellungen haben wir zu bieten.

Damit Sie sich ein Bild von den wunderbaren Sommerabenden machen können, falls Sie noch nicht dabei waren, hier drei Fotos aus Altlandsberg. Dazu hören Sie Audios mit Hans-Joachim Frank, dem  Regisseur der HANS-SACHS-SPIELE, hören das Finale Grande in Gransee sowie ein paar Zuschauerstimmen von dort. 


Matthias Zahlbaum, André Zimmermann, Christian Schaefer, Martin Schneider, Kristin Schulze

Im Podcast ein Interview mit Hans-Joachim Frank über die Schönheit des Regens …

 


André Zimmermann, Matthias Zahlbau, Christian-Schaefer, Martin Schneider

Im Podcast Applaus und Zugaben über 13 Minuten lang in Gransee!

 


Zuschauer, Martin Schneider, André Zimmermann

Im Podcast begeisterte Zuschauerstimmen aus Gransee!

 

Fragebogen | Sommertournee 2017 pt#3

Gretchen nervt Faust mit der Frage: „Nun sag‘, wie hast du’s mit der Religion.“ Er redet um den heißen Brei herum und bleibt die Antwort schuldig. Wir sagen zu den Beteiligten der Sommertournee 2017 ebenfalls: „Hand auf’s Herz!“ Und hoffen, sie werden etwas konkreter … 

Kristin Schulze, Schauspielerin und Sängerin. Der dritte Streich.

theater 89: Kristin Schulze, wie hast du’s mit der Reformation? 

Kristin Schulze: Der evangelische Glaube wurde mir zunächst in meiner Kindheit familiär etwas zu gewaltsam aufgedrückt. Für mich hatte das nichts mit freiem Willen und Interesse zu tun. Ich konnte das nicht nachvollziehen, das war mir alles zu aufgesetzt. Vor allem auch, weil ich in dieser Zeit mit Menschen konfrontiert wurde, die im Miteinander etwas völlig anderes lebten, als sie predigten und vorgaben zu sein, hatte ich eine lange Zeit eine Art innere Sperre mich mit dieser Thematik zu befassen. Soweit meine persönliche Erfahrung. Die Interpretation, das Ausleben oder gar das Benutzen ist ja aber leider immer und überall ein Thema aller Religionen. So hatte ja auch die Kirche selbst ihren Raum, allerlei Schabernack zu treiben.
Die Reformation hat da viel geschafft, auch im Bewusstsein der Menschen. Eine Art Bildungsdurchbruch, einen neuen Humanismus, neue Selbstbestimmtheit. Alte Muster in Frage zu stellen und weiterzuentwickeln ist nie falsch und immer wichtig.

t89: Mit Luther?

KS: Ich soll ja angeblich mit ihm verwandt sein. Irgendjemand aus meiner Familie hat einmal schrecklich viel Geld in Ahnenforschung gesteckt und meine familiären Zweige soweit zurückverfolgen lassen, bis jemand Prominentes dabei war. 
Naja, gibt Schlimmeres, ein mutiger Revoluzzer. Gewisse Aussagen zum weiblichen Geschlecht kann ich so allerdings nicht unterschreiben. Aber im Kontext der damaligen Zeit drücke ich ein Auge zu.
Der Luther’sche Gedanke von „Nobody`s perfect“, die Akzeptanz von jedermann, auch mit seinen Fehlern, in Glaube und Gewissen frei zu sein und vor allem, dass jeder Mensch gleich viel wert ist, sind Grundwerte, die leider selbst in unserer heutigen Zeit immer noch nicht selbstverständlich sind.  
In unserer im Materialismus und Egoismus gefangenen Gesellschaft ist sein freiheitlicher Gedanke nach wie vor wichtig, sich aus vorgegebenen Bindungen lösen zu können, eine individuelle Freiheit leben und Fehler machen zu dürfen. Vertrauen zu haben, keine Angst, also zu glauben. Und damit auch mehr geben zu können, ein besserer Mensch für sich und Andere sein zu können.

t89: Wie hast du’s mit Hans Sachs?

KS: Erstmals kennengelernt habe ich ihn als Kind im Meininger Theater in „Die Meistersinger von Nürnberg“ von Wagner, als Schuster und Meistersinger natürlich. Damals stand ich mit meinen Eltern und meinem Bruder auf der Bühne.
Dass er auch ein wichtiger Spruchdichter und Dramatiker seiner Zeit war, habe ich erst in unserer jetzigen Produktion erfahren. 
Es macht großen Spaß, sich in seiner Sprachwelt, seiner durch Verse und Dialekt geprägten Rhythmik zu bewegen. Die Stücke zeugen von Humor und Lebenslust, ganz direkt, ehrlich, agil. Und behandeln erstaunlicherweise zwischenmenschliche Themen, die heute noch aktuell sind.

Mit Musik und Liedern?

KS: Da ich ursprünglich Gesang studiert habe, gehört das gewissermaßen zu meinem täglich Brot. Hier auch singen zu können hat für mich einen besonderen Reiz. Der Wechsel von unverstärktem kraftvollen Sprechen und den feinen Liedern birgt stimmlich eine neue Erfahrung und auch Herrausforderung für mich, wodurch ich auch in diesem, mir absolut vertrauten Terrain, noch dazulernen darf. So kann man sich jeden Abend, in jeweils unterschiedlichen akkustischen Bedingungen bestenfalls immer noch etwas weiterentwickeln.

t89: Wie hast du’s mit theater 89 und der Sommertournee?

KS: Ach, herrlich. Eine Ehre, mit diesem wunderbaren Team von professionellen, herzlichen, klugen Leuten zusammenarbeiten zu können und dabei jedesmal neue Orte zu entdecken. Ich hoffe der Sommer ist noch lang …

t89: Den sonstigen beruflichen Aktivitäten?

KS: Spielen, Singen, Tanzen. 
Obwohl ich schon groß bin. Im Moment regelmäßig im Berliner Kriminaltheater, am zuvor erwähnten Meininger Theater und in Konzerten, etc. 

t89: Und den eigenen Ferien?

KS: Blicke ich ganz entspannt entgegen, hier und da ein paar freie Tage, nichts Großes. Verreisen kommt ein andermal dran. Aber wenn die Arbeit einen erfüllt, man auch noch rumkommt und der Energieflow und die Balance stimmen, besteht auch keine große Notwendigkeit. Im kalten grauen Winter aber bestimmt wieder.

t89: Gibt es eine Frage, die wir nicht gestellt haben, die du aber unbedingt beantworten möchtest?

KS: Ja, es macht bei allem Wetter Spaß!

Fragebogen | Sommertournee 2017 pt#2

Gretchen nervt Faust mit der Frage: „Nun sag‘, wie hast du’s mit der Religion.“ Er redet um den heißen Brei herum und bleibt die Antwort schuldig. Wir sagen zu den Beteiligten der Sommertournee 2017 ebenfalls: „Hand auf’s Herz!“ Und hoffen, sie werden etwas konkreter … 

Martin Schneider, Musiker. Der zweite Streich.

theater 89: Martin Schneider, wie hast du’s mit der Reformation? 

Martin Schneider: Gegen Dogmen? Gerne, jederzeit. Das Machtzentrum ausmachen und angreifen? Mit Inbrunst. Aber eine Axt bleibt eine Axt, auch wenn man sie grün anmalt … Es kommt drauf an, wer sie führt, zu welchem Zwecke. Jeder Fortschritt ist erstmal angebracht und anzuerkennen – aber es mutet dann doch so an, dass das Neue nicht sagte: Die Axt schwingen ist falsch!, sondern: Ich schwing sie besser als Du!

t89: Mit Luther?

MS: Der Bürgersohn im Dienst für seine Klasse. Der Adelsbüttel, der Bauernfresser. Als Antisemit und Frauenverachter kann man ihn schwieriger brandmarken, da das ja wohl zum allgemeinen guten Ton gehört hat. Aber es gab sehr wohl Zeitgenossen, die sich in der Bauernfrage durchaus auf die richtige Seite zu stellen wussten. Und das war kein Irrtum oder eine schwierige Entscheidung für Luther. Er stand ganz klar auf der Seite der Reichen und Mächtigen – nur eben bitte nicht Rom. Man mute mir nicht zu, auch nur ein gutes Haar an ihm zu belassen. Das protestantische Verherrlichen des Schinderns bis zum Umfallen, das Verdammen der Entrechteten zu Elend und Armut, das verlogene Zurechtbiegen der Heiligen Schriften, die die Untersten nun fälschlicherweise glaubten, selbst erlesen und interpretieren zu dürfen … all dies hallt durch die folgenden Jahrhunderte und spornte die Mächtigen allseits zu schonungsloser Grausamkeit und Menschenverachtung an. „Das sanft bebende Fleisch zu Wittenberg, welches mit verkehrter Weise durch den Diebstahl der Heiligen Schrift die erbärmliche Christenheit also ganz jämmerlich besudelt hat.“ Dieser oder Müntzer? Ich wüsste, wo ich wär‘. Die Bibel haben auch andere übersetzt.

t89: Wie hast du’s mit Hans Sachs?

MS: Ein Propagandist, im Bund mit Luther gegen die Sache der Bauern? Ein Mitvorbereiter der blutigen Rache an den Haufen der Sensen- und Bundschuhträger? Oder einer, der den liebevoll verschrobenen Blick auf die Kaste der abergläubisch-täppischen Landbevölkerer und Städteernährer warf und sie ebenso „vorführte“ wie ihre Bauernschläue pries? Dichtung, Takt und Humor – als Musiker gefällt mir das.

Mit Musik und Liedern?

MS: Mein täglich‘ Brot – und manchmal schwere Kost für andere.

t89: Wie hast du’s mit theater 89 und der Sommertournee?

MS: Ich bin ein dankbarer Gast. Sicherlich unter weniger Druck und mit mehr künstlerischen Freiheiten als die sonstige Belegschaft. Ein freier Schlemmer, der begierig aufsaugt, was ihm hier so freundlich geboten wird: Geborgenheit in einem Ensemble aus Kennern und Charakteren, Handwerkern und Chimären.

t89: Den sonstigen beruflichen Aktivitäten?

MS: Notwendige Übel.

t89: Und den eigenen Ferien?

MS: Bedingt durch die notwendigen Übel halten sich diese eh in Grenzen. Es gibt sowieso nur zwei gute Alternativen, was die Freizeit anbelangt: Das eine ist das Zurückziehen, das Knochenschonen und der Versuch, das zarte Pflänzlein der eigenen Schaffenskraft wieder etwas zu wässern und zu hegen; allein und mit viel Muße und – ja, doch – notwendiger Langeweile. Das andere ist diese Sommertournee.

t89: Gibt es eine Frage, die wir nicht gestellt haben, die du aber unbedingt beantworten möchtest?

MS: Die Frage nach meiner u. a. größten Freude: Ich darf ein Kostüm tragen! Danke, Barbara.

Oliver Kranz RBB – HANS-SACHS-SPIELE 

HANS-SACHS-SPIELE – Bericht auf rbb

Kultur in Brandenburg ging. HANS-SACHS-SPIELE in Altlandsberg von Oliver Kranz: „Hans-Sachs-Spiele mit dem theater 89“.

Christian Schaefer, Kristin Schulze, Matthias Zahlbaum, André Zimmermann

 

Fragebogen | Sommertournee 2017

Gretchen nervt Faust mit der Frage: „Nun sag‘, wie hast du’s mit der Religion.“ Er redet um den heißen Brei herum und bleibt die Antwort schuldig. Wir sagen zu den Beteiligten der Sommertournee 2017 ebenfalls: „Hand auf’s Herz!“ Und hoffen, sie werden etwas konkreter … 

theater 89: Matthias Zahlbaum, wie hast du’s mit der Reformation? 

Matthias Zahlbaum: Reformation, lateinisch reformatio „Wiederherstellung, Erneuerung“, bezeichnet im engeren Sinn eine kirchliche Erneuerungsbewegung zwischen 1517 und 1648, die zur Spaltung des westlichen Christentums in verschiedene Konfessionen – katholisch, lutherisch, reformiert – führte.

Vielleicht ist es an der Zeit, dass sich nicht nur das westliche Christentum erneuert …

Wie wäre es mit der Wiederherstellung / Erneuerung der guten Werte und Ziele für unsere Welt?

t89: Mit Luther?

MZ: Verheiratet und sechs Kinder …

Die Vitalität kann unsere ganze Kirche gut brauchen.

t89: Wie hast du’s mit Hans Sachs?

MZ: Dieser Hans Sachs ist eine großartige Entdeckung. Alle drei Possen, die wir hier vortragen, zeugen von wunderbarem Humor und Volkswitz, der aus der genauen Beobachtung des Lebens und der Marotten seiner Zeitgenossen entspringt.

… und heute genauso gültig ist wie vor 500 Jahren.

Mit Musik und Liedern?

MZ: Eigentlich singe ich eher selten … wenn dann aber richtig …

t89: Wie hast du’s mit theater 89 und der Sommertournee?

MZ Unser „lieber“ Timm Renner schafft in Berlin ganz neue Theatertatsachen und die Installation von neuen Kulturtempeln wird vorangetrieben.

Den Hals voller Tränen …

Unser Sommertheater geht zu den Menschen … ist lebendig und professionell …

Schön auch, dass unsere Arbeit Gefallen findet und dem Theater viel Lob und neue Aufgaben zuteil werden.

t89: Den sonstigen beruflichen Aktivitäten?

MZ: Die Schauspielerei bleibt der Lebensmittelpunkt. Im Berliner Pfefferberg-Theater, auf dem Pfefferberg, gibt es das Hexenberg-Ensemble … Shakespeare und Molière sind die nächsten Aufgaben …

Und … im Oktober, am 30. und 31.10, wird das theater 89, als großes „Spektakel“ , Michael Kohlhaas in den Straßen und Gassen von Jüterbog aufführen.

An zwei Tagen gehört Jüterbog den Gauklern, den mitwirkenden Jüterbogern und Michael Kohlhaas. Hier mitzuspielen ist ein große Sache und ich freue mich darauf.

t89: Und den eigenen Ferien?

MZ: Das MEEEEEEEEER. Die OSTSEEEEEEEEEEE … Ja!

t89: Gibt es eine Frage, die wir nicht gestellt haben, die du aber unbedingt beantworten möchtest?

MZ: Wer ist Donald Trump?

Hoffentlich Hape Kerkeling!

Rheinsberger Premiere HANS-SACHS-SPIELE | MAZ

Rheinsberg – theater 89 lässt Hans Sachs hoch leben

Bereits zum 5. Mal machte das theater 89 in Rheinsberg Station: in diesem Jahr sogar mit der Tour-Premiere. „HANS-SACHS-SPIELE“ heißt das Programm aus Schwänken des berühmten Zeitgenossen Luthers, das passgenau für das Jubiläum 500-Jahre-Reformation ausgesucht wurde. Die Gäste auf dem Kirchplatz hatten allemal ihren Spaß.

Der Studiosus redet der Frau ein, ihren verstorbenen Mann verarmt im Paradies getroffen zu haben.

Der Studiosus redet der Frau ein, ihren verstorbenen Mann verarmt im Paradies getroffen zu haben.

Quelle: Buddeke, Märkische Allgemeine Zeitung, Freitag, 30.06.2017.

Rheinsberger Premiere der Sommertournee 2017

Hier ein Vorbericht und was daraus geworden ist am Premierentag!

Rheinsberg – HANS-SACHS-SPIELE – Sommertheater auf dem Kirchplatz

Von Celina Aniol, Märkische Allgemeine Zeitung

„Sommertheater auf dem Rheinsberger Kirchplatz: Das hat Tradition – und ist beliebt. Über hundert Gäste sind bei den Vorstellungen der Arbeitsgemeinschaft „Städte mit historischen Stadtkernen“ meistens dabei. Die diesjährige Vorstellung mit Schwänken und Spruchgedichten von Hans Sachs steigt am Donnerstag, 29. Juni.

Hans Sachs Ensemble: Matthias Zahlbaum, Martin Schneider, Kristin Schulze, dahinter: André Zimmermann, Christian Schaefer @theater 89

Wie sie in ihren Trachten über den Kirchplatz flitzen und in Versen erzählen! Die Rheinsberg lassen sich’s nicht entgehen: Als Zaungäste schauen sie den Theaterleut’n zu. Bis zur Premiere warten? Wozu?

Denn schon am Dienstag haben die Proben für das diesjährige Sommertheater in der Prinzenstadt begonnen. Das theater89 führt auf Geheiß der Arbeitsgemeinschaft Städte mit historischen Stadtkernen diesmal unter freiem Himmel die Hans-Sachs-Spiele auf, als Reminiszenz an 500 Jahre Reformation. Die Schauspieler tragen dabei in bester Manier des Meistersängers und Anhängers Luthers Spruchgedichte, Volkslieder und Schwänke vor, um fit für die Darbietung am Donnerstag zu sein, die gleichzeitig Premiere des Stücks und Start für eine Tournee durch weitere 13 märkische Städte ist. „Jetzt brauche ich nur noch eine neue App“, seufzt Bürgermeister Jan-Pieter Rau. Seine bisherige sagt für 29. Juni Regen voraus – und den können seine Gäste nicht brauchen, weil das Bühnenbild für die Kirche definitiv zu groß sei. „Regen? Kein Problem. Wir spielen auch bei Regen“, winken indes die Darsteller ab. Hans Sachs must go on.“

So weit die Märkische Allgemeine mit ihrer Ankündigung vom Dienstag. Was daraus geworden ist bei Unwetter und Wolkenbrüchen? Standen die Schauspieler zu ihrem Wort? Sehen Sie folgende Premierenbilder – alle im Rheinsberger Starkregen aufgenommen …

Kristin Schulze, Matthias Zahlbaum @theater 89

André Zimmermann, Martin Schneider @theater 89

Christian Schaefer, Kristin Schulze, Matthias Zahlbaum, André Zimmermann @theater 89

Fazit: Einen echten theater 89-Schauspieler kann in seiner Spiellaune wenig erschüttern. Und die Zuschauer, die sich ebenfalls die Laune nicht verhageln ließen, waren beglückt über eine hochmusikalische, pointensichere Open Air-Aufführung – als gäbe es da draußen nur die Bühne und ihre Akteure und überhaupt keinen Regen. Siehe Fotos. Dank an alle!!

HANS SACHS SPIELE | Premiere Rheinsberg

Was ist das Besondere am Theater?

THEATER ist eine lebendige Kunst. 

Eine KUNST IM JETZT.

Etwas wie eine unerwartete Begegnung. Ein Flirt. Eine Überraschung.

Das SPIEL eine Verabredung. Ein Rendezvous mit dem Publikum.

In der Mitte der SCHAUSPIELER.

Er singt, tanzt, zaubert, jongliert, ohne Sänger, Tänzer, Zauberer oder Artist zu sein.

Schauspieler sind das INSTRUMENT und sollten gestimmt sein. 

Sie sind Meister des Augenblicks und nichts ohne ihr PUBLIKUM.

Die BÜHNE ein Sprungbrett. Ein Spielplatz, ein Gerüst. Die Leiter, an der geklettert wird.

Was wird gespielt?

In diesem Sommer: HANS SACHS.

Fastnachtsspiele. Volkslieder. Tischreden. Spruchgedichte.

Willkommen auf Ihrem Marktplatz!

Hans-Joachim Frank

Künstlerischer Leiter von theater 89

DIE HEIDEN VON KUMMEROW Aufführung | MOZ

DANIELA WINDOLFF, 26.06.2017

Heidenspektakel in Kummerow

Biesenbrow (MOZ) Das Paradies, das könne nur in Kummerow, im Bruch hinterm Berge liegen. Hier ist vielleicht nicht die Wiege des Lebens, aber mindestens ein Stück vom Schaukelfuß, lässt Ehm Welk seinen Kantor Kannegießer in den „Heiden von Kummerow“ sinnieren. Mit seinem bekanntesten Roman setzte der Dichter seinem uckermärkischen Geburtsort Biesenbrow und der Landschaft seiner Kindheit ein literarisches Denkmal.

  

Das theater 89 führte die „Heiden von Kummerow“ als Open-Air-Projekt in Biesenbrow auf.

Am 24.06.2017 spielte das theather 89 mit Dorfbewohnern 12 Stunden lang Ehm Welks Roman „Die Heiden von Kummerow“ in der Landschaft. Das 250-Seelen-Dorf wurde zur Bühne. An verschiedenen Originalschauplätzen wurden die ersten acht von insgesamt 24 Kapiteln gelesen. Diese ungewöhnliche Theaterinszenierung wurde anlässlich der 725-Jahrfeier von Biesenbrow, dem literarischen Kummerow als szenische Lesung aufgeführt. 2018 und 2019 sind Fortsetzungen geplant. 

Dieses Paradies im literarischen Kummerow bildete nun 80 Jahre nach Erscheinen des Romans und 50 Jahre nach dessen Verfilmung zum ersten Mal die Kulisse für eine Theaterinszenierung der „Heiden von Kummerow“.

Der ganze Artikel mit vielen Fotos in der Märkischen Online Zeitung hier